Darmkrebsvorsorge

Warum Darmkrebsvorsorge?

Vorsorgeuntersuchungen senken das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, da dadurch Veränderungen im Darm frühzeitig erkannt werden können, bevor Beschwerden auftreten. Frühzeitig entdeckt, liegen die Heilungschancen bei Darmkrebs annähernd bei 100%.     

Wer sollte wann zur Vorsorge?

Ab dem 50. Lebensjahr sind regelmässige Vorsorgeuntersuchungen empfohlen, bei Vorbelastung in der Familie deutlich früher. Bitte sprechen Sie je nach Risikoprofil mit Ihrem Hausarzt, mit Ihrer Hausärztin.

Wie wird untersucht?

Die wichtigsten Untersuchungsmethoden zur Früherkennung von Darmkrebs sind der «Blut-im-Stuhl-Test» und die Darmspiegelung (Koloskopie).

Darmspiegelung (Koloskopie)

Die Koloskopie ist derzeit die effizienteste Methode zur Früherkennung von Darmkrebs. Sie ist jedoch aufwändiger als ein Stuhltest. 

Die Darmspiegelung wird ambulant beim Magen-Darm Spezialisten (Gastroenterologen) im Ambulatorium eines Spitals oder einer Praxis vor­ge­nommen. Für eine einwandfreie Beurteilung des Darminneren, muss der Darm vorab von Stuhlresten gereinigt werden. Dafür müssen Sie am Vortag und am Untersuchungstag ein Abführmittel einnehmen und anschliessend viel trinken.

Die Untersuchung beginnt
Nach dem Abtasten des Mastdarms wird ein biegsamer Schlauch (Endoskop) in den Darm eingeführt. Die integrierte Kamera überträgt die Bilder des Darminnern direkt auf einen Bildschirm. So lassen sich Darmpolypen oder Tumore mit hoher Sicherheit aufspüren. Über einen kleinen Kanal können Instrumente durch das Endoskop in den Darm eingeführt und Polypen direkt entfernt oder aber Proben fürs Labor zur weiteren Untersuchung entnommen werden.

Sie brauchen keine Angst vor Schmerzen zu haben, denn Sie erhalten ein leichtes Schlafmittel, sodass Sie nichts von der 20 bis 30 Minuten dauernden Untersuchung mitbekommen. Sehr selten kann es zu Komplikationen wie Blutungen oder Darmwandverletzungen kommen, vor allem bei der Entfernung von grösseren Polypen.

Blut im Stuhl Test

Der Blut-im-Stuhl-Test ist unkompliziert und kann schnell durchgeführt werden. Dazu besorgen Sie sich beim Hausarzt einen Test, entnehmen zuhause eine Stuhlprobe und senden diese mit dem beigelegten Couvert an ein Labor, wo Fachpersonen die Probe analysieren. 

Wie der Name es schon sagt, dieser Test sucht nach Blut im Stuhl, welches mit blossem Auge nicht immer sichtbar ist. Das Blut kann von grossen Polypen oder Tumoren im Dickdarm stammen, welches dann mit dem Stuhl ausgeschieden wird. Kleinere Polypen bluten kaum je und werden durch den Test auch nicht gut erkannt. 

Es ist deshalb empfohlen, den Test alle zwei Jahre zu wiederholen.

Wenn hingegen Blut gefunden wird, bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass Sie Darmkrebs haben. Denn ausser Polypen und Tumoren sind auch andere Gründe dafür möglich, zum Beispiel Hämorrhoiden oder eine akute Entzündung. Es bedeutet jedoch, dass abgeklärt werden muss, woher das Blut stammt. In der Regel wird dafür eine Darmspiegelung durchgeführt.

Symptome

Beschwerden treten in der Regel erst spät auf, denn Darmkrebs entwickelt sich schleichend über viele Jahre. Nachstehende Symptome können auf Darmkrebs hinweisen, könnten aber auch andere Ursachen haben. Kontaktieren Sie bei Problemen auf jeden Fall einen Arzt, eine Ärztin.

  • Blut im Stuhl (siehe auch Blut-im-Stuhl-Test)
  • Veränderungen der bisherigen Stuhlgewohnheiten
  • anhaltende Bauchschmerzen
  • undefinierter Gewichtsverlust

Risiko senken, vorbeugen


Die Früherkennung durch einen Test bzw. eine Untersuchung und ein gesunder Lebensstil senken das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken. Zu einem gesunden Lebensstil zählen regelmässige Bewegung, ausgewogene Ernährung, das Vermeiden von Übergewicht, der Verzicht auf Tabak und übermässigen Alkoholkonsum.

Daneben gibt es auch Faktoren, welche das Darmkrebsrisiko erhöhen:

  • Erbliche, familiäre Vorbelastung: In diesem Fall muss mit der Vorsorge früher begonnen werden.
  • Zunehmendes Alter: Ab dem. 50. Lebensjahr besteht ein höheres Risiko.
  • Langjährige, chronisch entzündliche Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa, Morbus Crohn
  • Bereits früher entdeckte bzw. entfernte Darmpolypen

 

Weitere Informationen

In einigen Kantonen der Schweiz gibt es ein Screening-Programm. Für den Kanton Baselland ist dies ebenfalls in Planung (Stand Sept. 2020). Weitere Details entnehmen Sie der Internetseite www.swisscancerscreeing.ch

Wir empfehlen Ihnen auch die Broschüre der «Dickdarm Vorsorge» der swiss cancer screening.

 

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