Molekular- /Infektpathologie

Molekular- /Infektpathologie

Unser Laborteam spezialisiert sich auf den diagnostischen Nachweis von Infektionserregern in allen Untersuchungsmaterialien.

Ein weiteres, grosses Untersuchungsgebiet sind DNA-Analysen von Karzinomen auf therapierelevante Mutationen und für die Prognose.

Unsere Techniken beinhalten:

Zertifikat Liquid Biopsie NGS EGFR (PDF)
Zertifikat Helicobacter pylori (PDF)
Zertifikat CSCQ (PDF)
Zertifikat EMQN (PDF)
Zertifikat RAS - Mutationsanalyse (PDF)
Zertifikat TBC Instand (PDF)
Zertifikate: Borrelia burgdorferi, Francisella tularensis (PDF)

Administration

Kontakt

Liquid Biopsy Einsendeformular (PDF)
Molekularpathologie Einsendeformular (PDF)

Tumorpathologie

In der Tumorpathologie werden Tumore klassifiziert und nach verschiedenen Kriterien bewertet. Ein wichtiger Punkt zur Behandlung der betroffenen Patienten ist heute die genaue Analyse einzelner Genabschnitte bekannter Onkogene der malignen Tumore. Dafür verwenden wir in der Molekularpathologie Liestal die Pyrosequenzierung und seit neuem die Tiefensequezierung, auch Next Generation Sequencing (NGS) genannt.

Die Signalkaskaden, die zur Tumorentstehung und seinem Wachstum führen, werden jeden Tag besser verstanden. Die Entwicklung neuer spezifischer Behandlungsmethoden gibt den Ärzten die Möglichkeit Patienten zu identifizieren bei denen bekannte Therapien zur Behandlung des Tumors wirken.

Die entsprechenden Signalkaskaden sind hier vereinfacht dargestellt. EGFR und Her2/neu sind Rezeptor-Tyrosinkinasen, die das extrazelluläre Signal über den RAS-RAF-MEK-ERK oder PIK3-AKT-mTOR Weg in den Zellkern übertragen.

Legende

  • Her2/neu: human epidermal growth factor receptor 2, erb-B2, c-erbB2

  • EGFR: epidermal growth factor receptor

  • PIK3:  phosphatidylinositol-3-kinase

  • RAS: rat sarcoma

  • RAF: rapidly accelerated fibrosarcoma

  • MAP: mitogen aktiviertes Protein

  • MEK: MAP kinase kinase

  • ERK: extracellular signal-regulated kinase

  • AKT: proteinkinase B

  • pTEN: phosphatase and tensin homolog deleted on chromosome 10

  • mTOR: mammalian target of rapamycin

  • Cox2: cyclooxygenases 2

  • Cox3: cyclooxygenases 3

 

Nachweis im Labor der Molekularpathologie

Her2
Melanoma FISH
Mikrosatelliten Instabilität
Ion AmpliSeq Cancer Hotspot
Ion AmpliSeq Colon / Lung Cancer Research / RNA Fusion Lung Cancer
Oncomine Oncomine Lung cfDNA Assay
Oncomine Focus Assay

Bakterien

Vorkommen

Bakterien sind ubiquitär vorkommende Mikroorganismen und gehören zu den Prokaryoten. Neben einer Vielzahl von harmlosen und nützlichen Bakterien, verursachen einige Bakterien Krankheiten, wie Wundentzündung (Infektionen), Blutvergiftung (Sepsis) oder Entzündungen von Organen (z.B. Blasen- oder Lungenentzündung).

Gestalt

Nach der Gestalt unterscheidet man kugelförmige (Kokken), längliche (Stäbchen) und schraubenförmige(Spirochäten) Bakterien. Einige können umweltresistente Sporen bilden (Bazillen und Chlostridien), aus welchen unter günstigen Lebensbedingungen wiederum ein vegetatives Bakterium entsteht, das sich dann durch Zellteilung vermehren kann.

Färbeverhalten

Die Gestalt der Bakterien und deren Färbeverhalten in der Gram-Färbung, welches von der Bakterien-Kapsel / -Hülle abhängig ist, erlauben eine orientierende Einteilung.

Aufbau

Im Gegensatz zu den eukaryoten Zellen der Pilze, Protozoen, Pflanzen und Tiere besitzen die prokaryotischen Bakterien statt des Zellkerns ein Kernäquivalent (Nukleoid). Dieses ringförmig geschlossene und stark gefaltete DNA-Molekül liegt frei im Zytoplasma. Unabhängig vom Nukleoid können Bakterien zusätzliche kleinere ringförmige DNA-Stränge (Plasmide) enthalten, welche Zusatz-Informationen wie z.B. antibiotische Resistenzen enthalten. Das Zytoplasma der Bakterien enthält u.a. Ribosomen, Strukturproteine, Enzyme, RNA, Polymetaphosphate, Lipide und Polysaccharide. Organisierte Strukturen der eukaryoten Zellen, wie z.B. Mitochondrien, fehlen.

Nachweis im Labor der Molekularpathologie

Bartonellen
Borrelien
Brucellen
Chlamydien
Eubakterien
Helicobacter
Lues
Mykobakterien
Tropheryma Whipplei
Tularämie
Yersinien

Viren

Vorkommen

Viren sind infektiöse Partikel, die sich ausserhalb von Zellen durch Übertragung verbreiten, aber nur innerhalb einer geeigneten Wirtszelle vermehren können. Alle Viren enthalten die genetische Information für ihre Vermehrung und Ausbreitung, besitzen aber weder eine eigenständige Replikation noch einen eigenen Stoffwechsel. Viren existieren in zwei Formen, einerseits als Virion, bei welchem die genetische Information durch eine Virushülle geschützt wird. Diese Form wird von der Wirtszelle ausgeschleust und dient als neue Infektionsquelle. Die zweite Form ist die reine genetische Information, die die Wirtszelle umprogrammiert und zur Produktion der Virionen führt.

Gestalt

Der Durchmesser von Virionen beträgt etwa 15 nm (beispielsweise Circoviridae) bis 440 nm (Megavirus chilensis). Virionen sind deutlich kleiner als Bakterien, jedoch etwas grösser als Viroide, welche weder ein Kapsid (Proteinhülle) noch eine Virushülle (Lipid-Doppelschicht) besitzen. Das Proteinkapsid kann unterschiedliche Formen haben, zum Beispiel ikosaederförmig, isometrisch, helikal oder geschossförmig.

Humanpathogene Viren

Es gibt sehr viele unterschiedliche Viren, die nach ihrem Genom und der Behüllung klassifiziert werden, so z.B.: behüllte doppelsträngige DNA Viren (Herpesviren z.B. Varizella, Epstein-Barr-Virus), behüllte einzelsträngige RNA Viren (Corona Virus, Influenza Virus), unbehüllte doppelsträngige DNA Viren (Humanes Papilloma Virus, Adenovirus) und unbehüllte einzelsträngige RNA Viren (Hepatitis A Virus, Polio Virus).

Wichtigste karzinogene Viren

Es gibt sogenannte Onkoviren, die weltweit für ca. 10-15 % aller Krebserkrankungen des Menschen verantwortlich sind. Dazu gehören Epstein-Barr-Virus, Hepatitis B und C Virus, humanes Papilloma Virus, humanes T-lymphotrophes Virus 1 und humanes Herpes Virus 8.

Nachweis im Labor der Molekularpathologie:

Hepatitis B

Herpes Viren
Herpes Simplex Virus 1 und 2
Varizella-Zoster-Virus (VZV)
Epstein-Barr Virus (EBV)
Zytomegalievirus (CMV)
Humanes Herpesvirus 8 (HHV8)

Humanes Papilloma Virus (HPV)
Merkel-Zell-Polyoma Virus (HPV)
Parvo-Virus

Parasiten/Pilze

Parasiten
Es handelt sich um in hohem Masse spezialisierte Lebewesen, die auf Kosten eines Wirtes leben.

Parasiten werden in drei Gruppen unterteilt: Kommensalen (normale Bewohner von Haut und Mukosa = Normalflora), pathogene Mikroorganismen (klassische Krankheitserreger) und fakultativ pathogene Mikroorganismen (können Krankheiten bei abwehrgeschwächten Patienten verursachen). Die wichtigsten tierischen Parasiten sind Protozoen (Einzeller mit Zellmembran z.B.: Toxoplasma gondii, Leishmanien, Trichomonas), Helminthen (Würmer, z.B.: Echinococcus, Bandwürmer) und Arthropoden (Gliederfüssler z.B.: Zecken, Läuse, Milben).

Nachweis im Labor der Molekularpathologie Pilze

Aspergillus fumigatus, Aspergillus flavus
Mucor Mykosen
Pneumocystis jirovecii