News aus dem Kantonsspital Baselland

Das KSBL ist in vielen Bereichen und Themen aktiv. In den News erhalten Sie einen Einblick in aktuelle Entwicklungen des Spitals, der Kliniken oder der Forschung.

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Die Jahresrechnung 2016 des Kantonsspitals Baselland (KSBL) schliesst mit einem Verlust ab. Das Gesamtergebnis wurde wieder durch Sonderfaktoren – insbesondere wegen Rückstellungen von CHF 45.7 Mio. für die Leistungen der Pensionskasse – beeinflusst. Daraus resultieren – statt einem Jahresgewinn von CHF 5.2 Mio. – ein Verlust von CHF 36.3 Mio. und eine Reduktion des Eigenkapitals auf CHF 54 Mio. 

Das KSBL schaut auf ein intensives Jahr 2016 zurück. Es steht jedoch heute gefestigter da als noch vor einem Jahr. Trotz anhaltend anspruchsvoller Rahmenbedingungen verzeichnet das Unternehmen eine positive Entwicklung im operativen Geschäft. Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Zinsen (EBITDA) und vor Berücksichtigung aller Sonderfaktoren beträgt rund CHF 26.7 Mio. Der EBITDA konnte von 5.7% im 2015 auf 5.8% gesteigert werden.

Der Entscheid der Basellandschaftlichen Pensionskasse, den technischen Zinssatz 2018 von 3% auf 1,75% zu senken, erfordert Rückstellungen von CHF 45.7 Mio., die sich in der Rechnung 2016 niederschlagen. Daraus resultiert fürs Geschäftsjahr 2016 ein Verlust von CHF 36.3 Mio.

Die positive Entwicklung im operativen Geschäft verdankt das KSBL in erster Linie seinen Patientinnen und Patienten und den zuweisenden Hausärztinnen und Hausärzten, die dem Spital ihr Vertrauen schenken. Für die Abläufe im Spital, für den Fokus auf stetige Verbesserung und das Mittragen strategischer Entscheide sind jedoch die Mitarbeitenden verantwortlich, die in einem schwierigen Umfeld einmal mehr eine ausgezeichnete Leistung erbracht haben.

Die Qualität unserer Dienstleistungen konnte durch eine konsequente Ausrichtung unserer Prozesse auf die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten («Patient-First-Prinzip») substantiell verbessert werden.

Das KSBL hat sich nicht nur als Pionier in «Lean Hospital» einen Namen gemacht, es hat auch in der konsequenten Zusammenarbeit zwischen den Standorten und der Verbesserung der Prozesse deutliche Fortschritte erzielt. So konnten im vergangenen Geschäftsjahr mehrere Kliniken, Institute und Zentren über die drei Standorte nach Departementen strukturiert und die Abläufe vereinheitlicht werden. Mit der Neuorganisation der Frauenmedizin in der Region haben das KSBL und das Bethesda Spital die Kantonsgrenzen überwunden und ein Kooperationsprojekt zum Erfolg geführt. Die Bevölkerung wird regelmässig über die Fortschritte und Neuentwicklungen informiert, sei es an Vorträgen über medizinische Themen oder wenn für einen Blick hinter die Spitalkulissen die «Türen geöffnet» werden.

Das Kantonsspital Baselland ist und bleibt in Bewegung - geschätzt von den Patientinnen und Patienten und erfolgreich dank engagierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Medienmitteilung - Ausserordentliche Faktoren belasten das Jahresergebnis des KSBL 26.04.2017
Geschäftsbericht 2016

Dr. Nicolas Geigy wird neu Chefarzt «Notfallzentrum Kantonsspital Baselland» (KSBL) und ist in dieser Funktion Leiter aller Notfallstationen des Kantonsspitals Baselland, an den Standorten Liestal, Bruderholz und Laufen.

Das KSBL beginnt das neue Jahr mit dieser sehr erfreulichen Beförderung! Dr. Nicolas Geigy leitet seit
mehr als acht Jahren die interdisziplinäre Notfallstation am Standort Liestal und hat gemeinsam mit der Ärzte-gesellschaft Baselland das Modell der Hausärztlichen Notfallpraxen auf der Notfallstation am Standort Liestal entwickelt und eingeführt, das sich zwischenzeitlich auch am Standort Bruderholz etabliert hat. Nicolas Geigy zeichnet sich durch hohe Fachkompetenz und Mensch-lichkeit aus und ist ein Notfallmediziner, der auch unter den Kollegen aus anderen Fachdisziplinen eine hohe Akzeptanz geniesst. Im Rahmen der Fusion des KSBL hat er die Departementalisierung auch in der Notfallmedizin vorangetrieben und sich für die Standardisierung der Abläufe auf den drei Notfallstationen stark gemacht.
Neben seinem exzellenten Fachwissen zeigt sich Dr. Nicolas Geigy offen für Neuerungen und legt den
Fokus auf die stetige Verbesserung. So ist es nicht überraschend, dass er die Notfallstation am Standort Liestal auf die Prinzipien der Philosophie von «Lean Hospital» ausgerichtet hat und sie konsequent lebt.
Dr. Nicolas Geigy ist in der Region verankert. Er ist in Riehen aufgewachsen, wo er auch die Schulen besucht hat. Das Medizinstudium hat er an der Universität Basel absolviert. Nicolas Geigy ist 43 Jahre alt, verheiratet und Vater von vier Kindern.

Geschäftsleitung und Chefärztekonferenz gratulieren Dr. Nicolas Geigy herzlich zu seiner Beförderung und wünschen ihm in seinen Aufgaben viel Freude und Erfolg.


Das «Notfallzentrum Kantonsspital Baselland»
Das «Notfallzentrum Kantonsspital Baselland» beschäftigt über alle drei Standorte 95 Mitarbeitende und behandelt im Jahr über 50'000 Notfallpatientinnen und –patienten. Das Spektrum reicht von unkomplizierten bis zu schwierigsten Notfällen.

www.ksbl.ch/notfall/notfall

Medienmitteilung Nicolas Geigy Chefarzt Notfallzentrum KSBL 12.1.2017

Die Augenkliniken des Kantonsspitals Baselland und des Universitätsspitals Basel arbeiten künftig eng zusammen. Die nun unterzeichnete Kooperationsvereinbarung im Bereich Ophthalmologie sieht vor, dass die beiden Augenkliniken ihre Angebote miteinander abstimmen und medizinisches Personal austauschen. Als Bindeglied der geplanten gemeinsamen Augenklinik ist Prof. Christian Prünte vorgesehen. Er wird neu als klinischer Chefarzt der Augenklinik in Basel angestellt und gleichzeitig Chefarzt der Augenklinik in Liestal bleiben.

Nach der Kooperation im Bereich der hochspezialisierten Viszeralchirurgie machen das Kantonsspital Baselland (KSBL) und das Universitätsspital Basel (USB) nun auch in der Augenheilkunde Nägel mit Köpfen. Die beiden Spitäler haben eine Kooperationsvereinbarung im Bereich Ophthalmologie unterzeichnet. Sie setzen damit einen weiteren Beschluss um, den die beiden Verwaltungsräte an der Medienkonferenz vom 15. September 2016 in Aussicht gestellt hatten. Ihre Absicht, in bestimmten Fachgebieten miteinander zu kooperieren, dokumentierten die beiden Spitäler am 1. September 2016 mit einer internen Rahmenvereinbarung.

Ziel der Kooperation der Augenkliniken des KSBL in Liestal und des USB in Basel ist eine optimierte regionale Versorgung im Bereich Ophthalmologie. Zu diesem Zweck werden die beiden Augenkliniken ihr Leistungsangebot miteinander abstimmen und medizinisches Personal austauschen. So werden in Liestal die Spezialsprechstunden ausgebaut und fachlich von den Spezialisten aus dem USB mitbetreut. Bei Bedarf können Augenärzte des USB auch bei operativen Eingriffen an stationären Patientinnen und Patienten des KSBL eingesetzt werden. In einem nächsten Schritt wird der Aufbau einer gemeinsamen integrierten Augenklinik beider Spitäler geprüft und allenfalls in Angriff genommen.

Bindeglied zwischen Basel und Liestal

Erstes sichtbares Zeichen der Zusammenarbeit der beiden Augenkliniken ist die Doppelfunktion von Prof. Christian Prünte, Chefarzt der Augenklinik des KSBL in Liestal. Prünte wird ab dem 1. März neu auch als klinischer Chefarzt der Augenklinik des USB in Basel tätig sein. Er wird dort Stellvertreter von Chefarzt und Gesamtleiter Prof. Hendrik Scholl. Damit wird Prof. Prünte zum Bindeglied der geplanten gemeinsamen Augenklinik.

Prof. Scholl, Chefarzt und Gesamtleiter der Augenklinik des USB, ist überzeugt, dass die Doppelfunktion von Prof. Prünte für alle Beteiligten eine grosse Chance ist: «Christian Prünte bringt eine ausserdordentliche klinische Expertise, grosses ophthalmochirurgisches Geschick und nationales und internationales Renommee an unsere Klinik.» Prünte war bereits von 1989 bis 2006 an der Augenklinik in Basel tätig und kehrt nun wieder ins USB zurück. Unterdessen hat er als früherer Chefarzt der Vista Klinik in Binningen auch betriebswirtschaftliches Wissen gesammelt.

Die Regierungen der Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft haben entschieden, ihre Spitalplanung künftig miteinander abzustimmen, und bekräftigt, dass das USB und das KSBL in einer neuen, gemeinsamen Spitalgruppe zusammengeführt werden sollen. Die Zusammenarbeit in der Ophthalmologie ist ein weiterer Baustein auf dem Weg zu einer gemeinsamen Spitalgruppe.

Medienmitteilung - Kooperation Augenklinik 11.1.2017

Das Kantonsspital Baselland prüft, sich im geplanten neuen Bahnhofsgebäude in Liestal einzumieten. Hierfür hat das Spital mit der SBB eine Absichtserklärung unterzeichnet. Die Planung der konkreten Umsetzung startet 2017.

Medienmitteilung KSBL und SBB unterzeichnen Absichtserklärung 6.1.2017

Das USB und das KSBL unterzeichnen eine Kooperation in der Viszeralchirurgie.

Das Kantonsspital Baselland und das Universitätsspital Basel haben eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit im Bereich der hochspezialisierten Viszeralchirurgie unterzeichnet. Zentrale Elemente der Kooperation sind die Schaffung von gemeinsamen spezialisierten Operationsteams und Behandlungsrichtlinien sowie die Aufteilung bestimmter Eingriffe auf die Standorte Basel und Liestal. Daher bewerben sich die beiden Spitäler gemeinsam für die Leistungsaufträge der komplexen hochspezialisierten Viszeralchirurgie.

Medienmitteilung KSBL USB kooperieren in der Viszeralchirurgie 5.1.2017

Einen besonderen Weg, um Kosten zu sparen, geht das Kantonsspital Baselland. Mit der «Lean-Methode», die einst dem Autobauer Toyota Erfolg bescherte, möchte das Spital mit möglichst schlanken Abläufen möglichst effizient arbeiten. Wie funktioniert das konkret? Und: Wie kommt das bei Personal und Patienten an?

Am Standort Laufen führt das Basellandschaftliche Zentrum für Rehabilitation und Altersmedizin des Kantonsspitals Baselland seit Januar 2015 eine Abteilung für stationäre Rehabilitation. Neu wird das Behandlunsspektrum um die muskuloskeletale Rehabilitation erweitert.

Die Selbstständigkeit und Mobilität von Menschen steht in engem Zusammenhang mit dem körperlichen und seelischen Wohlbefinden. Zwei Faktoren, die im Krankheitsfall oft bedroht sind und eine spezif ische Behandlung erfordern. Die Rehabilitation dient der Erhaltung und Wiederherstellung der Selbstständigkeit und der körperlichen Funktionsfähigkeit und somit der Verbesserung der Lebensqualität. Das Ziel der Rehabilitation ist, die Patientinnen und Patienten mit individueller Therapie zurück in ein selbstbestimmtes Leben zu begleiten und eine Rückkehr in das gewohnte Umfeld zu ermöglichen.

Mit dem erweiterten Angebot am Standort Laufen berücksichtigt das Kantonsspital Baselland den Umstand, dass die Nähe zum privaten Umfeld einen wesentlichen Anteil zur Genesung beitragen kann. Die neu umgebaute Station schafft eine sehr schöne Umgebung, die den Genesungsprozess optimal unterstützt. Die Patientinnen und Patienten schätzen das ganzheitliche Therapieangebot mit allen Möglichkeiten des Akutspitals. Jederzeit stehen auch Spezialistinnen und Spezialisten anderer Fachbereiche zur Verfügung. Das interdisziplinäre Team arbeitet unter der fachärztlichen Leitung von Dr. med. Beat Ritter, Chefarzt Zentrum für Rehabilitation und Altersmedizin.


Rehabilitation und Altersmedizin

Medienmitteilung Stationäre Rehabilitation im Kantonsspital Baselland Laufen

Das Kantonsspital Baselland baut einen neuen Behandlungstrakt und schreibt das Projekt zum Architekturwettbewerb aus.

Im Behandlungstrakt wird ein Grossteil der medizinischen Leistungen des Standortes Liestal erbracht. Seit Inbetriebnahme 1962 hat der Gebäudeteil mehrere Erweiterungen und Bedarfsanpassungen erfahren. Für die Leistungserbringung nach den heutigen Standards und die Erfüllung der medizintechnischen Anforderungen sind komplexere Eingriffe notwendig, die im bestehenden Gebäudeteil nicht mehr realisiert werden können.

Aus diesem Grunde werden dem heutigen Behandlungstrakt zukünftig Funktionen zugewiesen, die keiner hochtechnologischen Ausstattungen bedürfen. Auf dem Spitalareal wird ein neuer Gebäudeteil gebaut, der auf den modernsten Erkenntnissen über die heutigen Anforderungen an einen Spitalbau beruhen wird. Im Neubau werden Notfallstation, Interventionszentrum, Radiologie, Operationssäle sowie die Intensivstation untergebracht. Die optimale Ausnutzung der Flächen unter Berücksichtigung der Wege und Prozesse erlauben eine effiziente und flexible Gestaltung der Arbeitsabläufe.

Das KSBL öffnet sich verschiedenen Lösungsvarianten und schreibt für das Projekt einen zweistufigen Wettbewerb aus. Neben städtbaulichen und architektonischen Aspekten stehen klar die Patientin/der Patient und die Standards nach Lean Hospital im Fokus.

Zeitplan (Plandaten):

  • Prozess Wettbewerb: Bekanntgabe Sieger-Team: Dezember 2017
  • Projektierungsphase: von Januar 2018 bis Mitte 2020
  • Spatenstich: Mitte 2020

Die Inbetriebnahme des neuen Gebäudeteils ist auf Mitte 2023 geplant.

Medienmitteilung - Das Kantonsspital Baselland investiert in den Standort Liestal 30.09.2016

Die Regierungen der Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft haben am Dienstag an einer gemeinsamen Sitzung den Grundstein für die Gesundheitsregion beider Basel gelegt. Sie haben
entschieden, dass sie ihre Spitalplanung künftig nach einheitlichen transparenten Kriterien
aufeinander abstimmen, und bekräftigt, dass das Universitätsspital Basel (USB) und das
Kantonsspital Baselland (KSBL) in eine neue, gemeinsame Spitalgruppe zusammengeführt
werden sollen.

Für die nun abgeschlossene Prüfungsphase hatten die beiden Regierungen im Juni 2015 der Öffentlichkeit
die folgenden Hauptziele genannt:

  • eine optimierte Gesundheitsversorgung der Bevölkerung der beiden Kantone
  • eine deutliche Dämpfung des Kostenwachstums im Spitalbereich
  • sowie eine langfristige Sicherung der Hochschulmedizin in der Region.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die beiden Basel nehmen die Spitalplanung künftig gemeinsam nach einheitlichen und transparenten Kriterien vor.
  • Das Universitätsspital Basel (USB) und das Kantonsspital Baselland (KSBL) sollen in eine gemeinsame Spitalgruppe zusammengeführt werden.
  • Die vier Standorte Basel, Liestal, Bruderholz und Laufen werden im Rahmen der Strategie „Vier Standorte – ein System“ bestätigt. Jeder der vier Standorte erhält für Patientinnen und Patienten sowie Mitarbeitende eine klare Positionierung mit Kernaufgaben für die ganze Spitalgruppe.
  • Der Trend, planbare Eingriffe ambulant vorzunehmen, wird gefördert. Gut planbare Eingriffe sollen künftig in einer speziell konzipierten und patientenfreundlichen Tagesklinik auf dem Bruderholz vorgenommen werden.
  • Der Zusammenschluss der beiden öffentlichen Spitäler USB und KSBL erreicht auch bei konservativen Schätzungen Einsparungen für die Spitalgruppe aus Synergieeffekten von mindestens 70 Mio. Franken pro Jahr.
  • Die Kantonsfinanzen werden ab dem Start der gemeinsamen Spitalgruppe im Jahr 2020 unmittelbar entlastet durch Einsparungen von jährlich rund 10 Mio. Franken (Basel-Stadt: 3.5 Mio. Franken beim Kantonsanteil an stationäre Leistungen, Basel-Landschaft: 0.5 Mio.Franken beim Kantonsanteil und 6 Mio. Franken bei den Gemeinwirtschaftlichen Leistungen). Die Entlastung wird mittelfristig weiter zunehmen, wenn die erwarteten Synergien greifen.
  • Als Rechtsform der Spitalgruppe wird eine gemeinnützige Aktiengesellschaft angestrebt. Die beiden Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft bleiben Mehrheitsaktionäre zu mindestens 70 Prozent.
  • Der politische Entscheidungsprozess und die Erarbeitung der notwendigen gesetzlichen Regelwerke nehmen nun rund zwei Jahre in Anspruch.

Künftig gemeinsame Versorgungsplanung und -steuerung der beiden Basel

Die beiden Kantone haben sich darauf geeinigt, künftig die regulatorischen Tätigkeiten zu koordinieren und Planungskriterien, Abläufe sowie Prozesse für aufeinander abgestimmte Spitallisten zu definieren. Damit schaffen sie einheitliche und verbindliche Kriterien, mit denen eine gemeinsame und wirkungsvolle Versorgungsplanung in den beiden Basel erreicht werden kann.

Mit der gemeinsamen Spitalplanung und der Spitalgruppe haben die beiden Kantone im Interesse der Patientinnen und Patienten den Grundstein gelegt für die Zukunft der Gesundheitsregion beider Basel. Sie beschreiten dabei einen visionären neuen Weg in der regionalen Gesundheitspolitik. Mit Hilfe verbindlicher Kriterien, welche die Anforderungen für die Erteilung von Leistungsaufträgen an Spitäler und Kliniken definiert, werden die beiden Kantone künftig gemeinsam planen. Die Kriterienliste bildet die Basis für den transparenten Umgang mit Gesuchen zur Aufnahme auf die Spitalliste oder die Vergabe von Leistungsaufträgen und soll auf öffentliche und private Spitäler gleichermassen angewandt werden. Die beiden Regierungen wollen so wenig wie möglich und so viel wie nötig in den Spitalmarkt eingreifen, um die übergeordneten Ziele zu erreichen.

Das Gesundheitsdepartement Basel-Stadt und die Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion Basel-Landschaft sind beauftragt worden, bis Mitte 2017 einen Vernehmlassungsentwurf für eine interkantonale Vereinbarung auszuarbeiten.

USB und KSBL: „Vier Standorte – ein System“

Im Konzept der beiden Spitäler USB und KSBL wird die Zusammenführung zu einer Spitalgruppe ausführlich dargestellt. Die Verwaltungsratspräsidenten des USB und des KSBL, Robert-Jan Bumbacher und Werner Widmer, hielten an der heutigen Medienkonferenz fest, dass jeder der Standorte innerhalb der Spitalgruppe für Patientinnen und Patienten und Mitarbeitende im Rahmen der Strategie „Vier Standorte – ein System“ eine klare Positionierung mit Kernaufgaben für die ganze Spitalgruppe
erhält.

Der Standort Basel hat als Maximalversorger ein breites Leistungsangebot mit Abdeckung aller Fachdisziplinen rund um die Uhr. Er wird als universitäres Zentrum für hochkomplexe Eingriffe positioniert. Die Grundversorgung bleibt dabei mit der spezialisierten und hochspezialisierten Medizin am Standort Basel verbunden. Auf diese Weise wird eine wohnortnahe Versorgung sichergestellt.

Der Standort Liestal hat als umfassender Grundversorger im stationären Bereich ein klar positioniertes Leistungsangebot als Akutspital für die wohnortnahe Versorgung. Er ist für die erweiterte Grundversorgung rund um die Uhr zuständig und betreibt zusätzlich eine Notfallstation, eine Intensivstation, eine Intermediate Care Unit und eine Dialysestation.

Der Standort Bruderholz wird zu einem Campus mit einem innovativen Leistungsangebot. Der
Campus besteht aus einer Tagesklinik für operative und interventionelle Eingriffe (TOP), einer Permanence
(Walk-In Klinik) und der planbaren ambulanten und stationären Orthopädie der gemeinsamen Spitalgruppe. Daneben wird auf dem Standort Bruderholz die ambulante und stationäre Rehabilitation weitergeführt. Durch die Konzentration der planbaren Orthopädie der ganzen Spitalgruppe wird der Standort Bruderholz deutlich gestärkt. Er wird in einer längeren Transformationsphase schrittweise umgewandelt.

Der Standort Laufen wird zu einem bedarfsorientierten Gesundheitszentrum, welches sowohl die Weiterführung der stationären geriatrischen Rehabilitation als auch die Einrichtung einer Permanence mit bedarfsgerechten Öffnungszeiten umfasst. In Laufen werden zudem ausgewählte Sprechstunden angeboten und die stationäre chronische Schmerztherapie der gesamten Spitalgruppe konzentriert.

Die Einrichtung einer Permanence am Standort Bruderholz und am Standort Laufen hat zum Ziel, die
Notfallversorgung über die Standorte hinweg zu optimieren, damit ungeplante ambulante Fälle vom
frühen Morgen bis zum späten Abend an allen Standorten betreut werden können.

„Wir schaffen mit der neuen Spitalgruppe für die Patientinnen und Patienten eine nachhaltige, moderne Medizin. Wir bündeln Kompetenzen und Ressourcen für innovativste medizinische Versorgung in der Region und Höchstleistungen in Lehre und Forschung“, fasst Robert-Jan Bumbacher, Verwaltungsratspräsident USB, zusammen. Und Werner Widmer, Verwaltungsratspräsident KSBL, hält fest: „Der Campus auf dem Bruderholz nimmt die Entwicklung der modernen Medizin auf und wird wegweisend für die gesamte Schweiz sein.“

Die neue Webseite www.spitalgruppe.ch erklärt und veranschaulicht Interessierten die Spitalgruppe.
Die Bevölkerung hat zudem die Möglichkeit, ihre Fragen an info@spitalgruppe.ch zu adressieren.

Auch bei konservativen Schätzungen können mit den beschriebenen Schwerpunktbildungen in der Spitalgruppe Einsparungen von mindestens 70 Mio. Franken pro Jahr erzielt werden. Ermöglicht werden die Einsparungen durch den Abbau von Doppelspurigkeiten, das Ausschöpfen von Synergien und Skaleneffekten sowie die gemeinsame Planung von Investitionen.

Die grössere Spitalgruppe und die Schwerpunktbildung bieten überdies optimale Bedingungen für die langfristige Sicherung der Hochschulmedizin in der Region und die bestmögliche Ausgangslage für Aus- und Weiterbildung, klinische Forschung und Entwicklung.

Der Zusammenschluss wird personalverträglich umgesetzt. Falls in bestimmten Fällen aufgrund der Angebotsverschiebung kein Stellenangebot am gleichen Standort unterbreitet werden kann, wird versucht, eine andere Stelle innerhalb der Spitalgruppe anzubieten. Alle Anstellungsbedingungen sollen in einen neuen gemeinsamen Gesamtarbeitsvertrag überführt werden, der mit den Sozialpartnern ausgearbeitet wird. Dasselbe gilt für die künftige Pensionskassenlösung, deren konkrete Ausgestaltung derzeit noch offen ist. Das System der Kapitalisierung ist in Prüfung, eine Planharmonisierung wird angestrebt. Dank der erwarteten Synergien wird die Spitalgruppe in der Lage sein, die Transformation aus eigenen Mitteln sicherzustellen.

Der Name der neuen Spitalgruppe ist noch offen und Teil der Positionierung des künftigen Unternehmens.

Rechtsform und Auswirkungen auf Kantonsfinanzen

Als Rechtsform wird eine gemeinnützige Aktiengesellschaft mit Sitz in Basel angestrebt. Das kapitalmässige Beteiligungsverhältnis wird gemäss Eigenkapitalwerten am Stichtag vor Vollzug festgelegt. Der Stand am 31. Dezember 2015 betrug 71.5 Prozent Basel-Stadt und 28.5 Prozent Basel-Landschaft. Da für den Erfolg der Gruppe beide Spitäler gleichermassen notwendig sind, haben sich die beiden Regierungen auf gleiche Stimmrechte für beide Eigentümer geeinigt. Somit besteht Parität zwischen den beiden Kantonen mit je gleicher Stimmkraft.

Die beiden Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft bleiben Mehrheitsaktionäre zu mindestens 70 Prozent. Maximal 30 Prozent können zu einem späteren Zeitpunkt an weitere öffentliche oder gemeinnützige Institutionen veräussert werden. Es besteht das Interesse, die Spitalgruppe langfristig regionaler zu positionieren, um den gesamten Gesundheitsraum Jura-Nordbogen abzudecken. Die Rechtsform einer gemeinnützigen AG ist für diesen Zweck am besten geeignet.

Die Einsparung aus Synergieeffekten von mindestens 70 Mio. Franken in der Spitalgruppe führt im Vergleich zum Alleingang der Spitäler zu einer Reduktion der Belastung und der Beteiligungsrisiken der beiden Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft: Die Kantonsfinanzen werden ab der Gründung der Spitalgruppe unmittelbar entlastet durch geringere Kantonsausgaben für die stationären Spitalaufenthalte ihrer Einwohnerinnen und Einwohner: in Basel-Stadt mit jährlich 3.5 Mio. Franken, in
Basel-Landschaft mit 0.5 Mio. Franken. Zudem entfallen im Kanton Basel-Landschaft durch die Reduktion von Vorhalteleistungen im Notfallbereich Gemeinwirtschaftliche Leistungen im Umfang von jährlich 6 Mio. Franken. Mittel- bis langfristig wird in beiden Kantonen mit weiteren Einsparungen bei den Gemeinwirtschaftlichen Leistungen aufgrund der höheren Effizienz gerechnet. Mit dem absehbaren Bettenabbau und der Verlagerung von Leistungen vom stationären in den ambulanten Bereich darf eine weitere kostendämpfende Wirkung erwartet werden, die längerfristig auch den Prämienzahlenden zu Gute kommen wird.

Wesentlich für die beiden Kantone als Eigentümer ist zudem, dass durch die Bildung der Spitalgruppe die Spitäler nachhaltig befähigt werden, ihren Betrieb und ihre Investitionen ohne finanzielle Zuschüsse der Kantone selbst am Markt zu finanzieren.

Umsetzungsfahrplan

Die Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion Basel Landschaft und das Gesundheitsdepartement Basel-Stadt bereiten nun die Vernehmlassung und den parlamentarischen Prozess vor. Konkrete Entwürfe werden Mitte 2017 in Vernehmlassung gegeben. Die Rechtsgrundlagen für die neue Spitalgruppe und Spitalplanung sollen bis ins Jahr 2019 in Kraft treten. Unter diesen Rahmenbedingungen könnte die Spitalgruppe per 1. Januar 2020 gegründet werden.

Lukas Engelberger abschliessend: „Unser Dank geht an die Mitarbeitenden der beiden Departemente sowie der Projektgruppe der beiden Spitäler, die sich mit ihrem Fachwissen und ihrem Engagement intensiv eingebracht haben. Und wir bedanken uns bei allen Mitarbeitenden des USB und des KSBL für ihre Geduld und für das Mittragen der Entscheide.“ Und Thomas Weber: „Wir sind überzeugt, dass wir mit den heute vorgestellten Ergebnissen die übergeordneten Ziele einer optimierten Gesundheitsversorgung der Bevölkerung in beiden Kantonen, einer deutlichen Dämpfung des Kostenwachstums im Spitalbereich sowie einer langfristigen Sicherung der Hochschulmedizin in d erRegion erreichen können.“

Medienmitteilung vom 15. September 2016 - Die Gesundheitsregion beider Basel gemeinsam gestalten

www.spitalgruppe.ch

Das Kantonsspital Baselland (KSBL) unterstreicht die Informationskampagne vom Mai dieses Jahres und lanciert eine umfassende Folgekampagne – erneut steht das Bruderholzspital im Fokus.

Am nächsten Montag, 5. September 2016, startet das KSBL eine Folgekampagne und knüpft damit an die Kampagne «Aua» von Mitte Mai an. Die Kommunikation ist erneut auf den Standort Bruderholz ausgerichtet und umfasst Plakate, Inserate in Printmedien, Spots bei Radio Basilisk und Telebasel. Die Kampagne dauert bis zum 25. September. Redewendungen in mehreren Sprachen zeigen: Das KSBL ist «ganz nah». Im Notfall für Sie da – Ihr Bruderholzspital.

Medienmitteilung Das Kantonsspital Baselland «sprichwörtlich»

Folgekampagne

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