Was ist eine Demenz?

Demenzerkrankungen definieren sich durch den Abbau und Verlust kognitiver Funktionen und führen zu Einschränkungen der Aktivitäten im täglichen Leben. Die Leistungsfähigkeit des Gehirns hat gegenüber früher deutlich abgenommen. Die Symptome einer Demenz können unterschiedlich sein, oft sind aber mehrere Funktionen des Gehirns betroffen. Hauptsächlich ist dies das Gedächtnis (Vergesslichkeit), es können aber auch die Sprache, die Orientierung, das Arbeitstempo, visuell-räumliche Funktionen oder auch das Planen und Organisieren des Alltages beeinträchtigt sein. Im Weiteren können Demenzerkrankungen auch die Stimmung und/oder das Verhalten beeinflussen. So kann eine betroffene Person traurig, ängstlich aber auch reizbar und teilweise sogar aggressiv werden.

Es gibt verschiedene Demenzformen. Die häufigste und auch bekannteste Demenz ist die Alzheimer-Demenz, welche mehr als 50% der Demenzerkrankungen ausmacht. Bei etwa 20% der Betroffenen handelt es sich um eine vaskuläre Demenz, bei welcher Veränderungen der Hirngefässe zu Durchblutungsstörungen im Gehirn führen. Zudem gibt es zahlreiche weitere Formen. Demenzerkrankungen vor dem 65. Lebensjahr sind äusserst selten, die Häufigkeit steigt mit dem Alter exponentiell an. 

Daneben gibt es auch Demenzsymptome, die behandelbar sind, wie beispielsweise eine Depression im Alter, hormonelle Störungen, Infektionen und einige mehr. Diese kausal behandelbaren Ursachen machen ungefähr 9% der Demenzsyndrome aus und sind nicht Folge einer definitiven Schädigung des Gehirns. Auch aus diesem Grund ist es sehr wichtig, so früh wie möglich eine Abklärung, beispielsweise in einer Memory Clinic, zu machen. Bis heute konnte leider keine Therapie gefunden werden, welche eine Demenz verhindern, stoppen oder heilen könnte. Eine frühe Demenzdiagnose ermöglicht es jedoch dem Betroffenen, die Zukunft selber mitplanen und frühzeitig Entscheidungen zu treffen. Insbesondre geht es auch darum, den betroffenen Personen eine längere Selbständigkeit im Alltag zu ermöglichen und damit die Lebensqualität zu verbessern. Auch für die Angehörigen ist es wichtig zu wissen, was los ist, um beispielsweise mit schwierigen Situationen anders umgehen zu können.

Sind Sie vergesslich und über 55 Jahre alt?

Für Menschen mit Demenz werden am Standort Bruderholz Gedächtnistrainings durchgeführt. Das Gehirn wird dabei vielseitig angeregt und trainiert: Sprache,  Merkfähigkeit, logisches Denken, Orientierung, Konzentration, Kreativität, aber auch Sinneswahrnehmung und Beweglichkeit. Trainiert wird in kleinen Gruppen. Die Uebungen sind den individuellen Fähigkeiten der Teilnehmenden angepasst sowie abwechslungsreich und kurzweilig gestaltet. Zudem besteht die Möglichkeit, sich mit anderen Teilnehmenden auszutauschen und soziale Kontakte zu pflegen.

Die positive Auswirkung des Gedächtnistrainings äussert sich in vielfältiger Weise:

  • Aktivierung und Erhaltung vorhandener geistiger Fähigkeiten
  • Förderung und Erhaltung der Kommunikationsfähigkeit
  • Steigerung von Interesse und Aktivität
  • Verbesserung der Alltagskompetenz
  • Steigerung des Selbstwertgefühls
  • Förderung der sozialen Kontakte
  • Verbesserung der Lebensqualität

Kursinformation

Kurstag: jeweils Dienstags
1. Gruppe            13.15  – 14.15 h
2. Gruppe            14.45  – 15.45 h
Kursort: Kantonsspital Baselland/Bruderholz Personalwohnhaus A
Kursdauer: Kursblöcke à 10 Lektionen à 1 Std. wöchentlich,  fortlaufend
Kurskosten: CHF 250,- pro Person  = 10 Lektionen (Selbstverschuldete Lektionsausfälle können nicht ersetzt werden) 

Schnuppern ist jederzeit möglich. Eine Probelektion ist gratis und unverbindlich.

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Martina Krebs (Kursleitung)
Telefon: +41 79 517 17 83
E-Mail: martina.krebs@wanadoo.fr

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