Eileiterschwangerschaft
Nach einer Befruchtung wandert die Eizelle im Normalfall durch den Eileiter in die Gebärmutter und nistet sich dort ein. Manchmal passiert die Einnistung jedoch bereits im Eileiter.
Meist führt dies zu einer sehr frühen Fehlgeburt. Bei rund einer bis zwei von hundert Schwangeren wächst das Embryo jedoch im Eileiter zum Fötus. In diesem Fall sprechen wir von einer Eileiterschwangerschaft. Diese bringt früher oder später lebensbedrohliche Komplikationen mit sich, weshalb es wichtig ist, dass wir die Schwangerschaft möglichst rasch beenden. Dies erfolgt in den meisten Fällen durch einen minimalinvasiven operativen Eingriff oder in ganz frühem Stadium medikamentös.
Eine Eileiterschwangerschaft entdeckt Ihre Gynäkologin oder Ihr Gynäkologe, wenn Sie sich nach einem positiven Schwangerschaftstest erstmals gynäkologisch untersuchen lassen. In der Regel erfolgt diese Untersuchung in der sechsten Schwangerschaftswoche.
Gerade weil sich eine Eileiterschwangerschaft mit den gleichen Begleiterscheinungen ankündet wie bei einer Einnistung in der Gebärmutter – beispielsweise mit Spannen der Brüste oder mit Übelkeit – ist es wichtig, dass Sie die Schwangerschaft bzw. die korrekte Einnistung des Embryos durch eine Frauenärztin oder einen Gynäkologen feststellen lassen. Symptome einer frühen Eileiterschwangerschaft können Schmerzen im Unterbauch oder auch Blutungen sein.