Spital zuhause
Sie müssen aufgrund einer akuten Erkrankung stationär im Spital behandelt werden? Spital zuhause bietet Ihnen die Möglichkeit, diese Behandlung in Ihrem vertrauten Umfeld zu erhalten.
Spital zuhause steht für eine medizinische, pflegerische und therapeutische Behandlung auf Spitalniveau – jedoch im gewohnten Umfeld der Patientinnen und Patienten oder in einer Institution wie einem Alters- oder Pflegeheim. Ziel ist es, eine qualitativ hochwertige Akutversorgung ausserhalb des Spitals zu ermöglichen, wenn dies medizinisch sicher und sinnvoll ist. International ist das etablierte, spitalverlagerte Versorgungskonzept unter dem Namen Hospital at Home bekannt.
Spital zuhause wird in ausgewählten Gemeinden des Kantons Baselland durch das Kantonsspital Baselland und die Klinik Arlesheim angeboten. Die Behandlung erfolgt durch das jeweils zuständige Spital Ihrer Region.
Foto: Wanda von Bremen
Entwickelt in Zusammenarbeit mit:
Gut zu wissen
Spital zuhause ist eine innovative Versorgungsform und bringt die Spitalbehandlung zu Ihnen nach Hause oder ins Alters- und Pflegeheim. Sie werden von einem ärztlichen und pflegerischen Team auf Spitalniveau betreut, persönlich vor Ort und bei Bedarf ergänzt durch telemedizinische Überwachung. Die Behandlung entspricht in Qualität und Sicherheit einem konventionellen Spitalaufenthalt. Das Team von Spital zuhause ist 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche für Sie erreichbar.
Hospital at Home ist ein international etabliertes, spitalverlagertes Versorgungskonzept. Im Kanton Basel-Landschaft wird dieses Angebot unter dem Namen Spital zuhause umgesetzt.
- Sie gestalten Ihre Genesung mit
- Schnellere Erholung in vertrauter Umgebung
- Mehr Mobilität ohne Spitalalltag
- Weniger Sturz- und Verwirrtheitsrisiko
- Besserer Schlaf ohne Spitalgeräusche
- Schutz vor Spitalinfektionen
- Erhalt der Autonomie im eigenen Zuhause
- Ihre Angehörigen unterstützen nach Wunsch und Möglichkeiten
- Familie und Freunde sind jederzeit in der Nähe
- Flexibler Tagesrhythmus ohne starre Abläufe
- Aufnahme und Einschätzung
Sie werden von Ihrer Hausärztin/Ihrem Hausarzt zugewiesen oder von einer Ärztin/einem Arzt im Spital oder auf der Notfallstation. Anschliessend beurteilt das Team von Spital zuhause, ob die Behandlung
zuhause medizinisch sinnvoll, sicher und technisch möglich ist. - Behandlungsbeginn
Nach Ihrem Einverständnis beginnt die Behandlung umgehend bei Ihnen zuhause. Notwendige Diagnostik (z.B. Blutuntersuchungen, EKG, Ultraschall) und Therapien (z.B. Infusionen, Sauerstofftherapie)
werden vor Ort durchgeführt. - Regelmässige Betreuung
Die Behandlung erfolgt durch ein Team, bestehend aus Ärztinnen und Ärzten sowie Pflegefachpersonen, das Sie mehrmals täglich besucht und die akutmedizinische Behandlung bei Ihnen zuhause
durchführt. Die Betreuung erfolgt individuell nach Ihrem medizinischen Bedarf – analog zu einem Spitalaufenthalt. - 24/7 für Sie da
Das Team von Spital zuhause ist rund um die Uhr erreichbar. Eine rasche persönliche Betreuung ist jederzeit gewährleistet. - Telemedizinische Überwachung
Zur zusätzlichen Sicherheit kann, wenn medizinisch sinnvoll, eine telemedizinische Überwachung Ihrer Vitalparameter (zum Beispiel Puls oder Sauerstoffsättigung) eingesetzt werden. - Notfallmanagement
Bei einer Verschlechterung Ihres Gesundheitszustands ist jederzeit eine Verlegung in ein Spital möglich. - Austritt und Weiterbehandlung
Am Ende der Behandlung erhalten Sie einen Austrittsbericht sowie die notwendigen Verordnungen. Die Weiterbetreuung (z.B. Hausärztin/ Hausarzt, ambulante Pflege, Therapien) wird gemeinsam geplant. Für einen nahtlosen Übergang erfolgt die direkte Rücksprache mit dem weiterbehandelnden Team.
Das Team von Spital zuhause besteht aus Ärztinnen und Ärzten,
Pflegefachpersonen und Therapeutinnen und Therapeuten des
Kantonsspitals Baselland.
Wir arbeiten eng zusammen mit:
– Hausärztinnen und Hausärzten
– Notfallstationen und Spitälern
– der ambulanten Pflege
– spezialisierten Fach- und Palliativdiensten
Die Behandlung zuhause entspricht einer Behandlung im konventionellen Spitalbett, nur individuell auf Ihre Bedürfnisse angepasst.
– Körperliche und apparative Untersuchungen (wie z.B. EKG, Ultraschall, Blutuntersuchungen)
– Medikamentengaben, Infusionen und Sauerstofftherapie
– Wenn notwendig, telemedizinisches Monitoring
– Umgang/Management von Kathetern
– Kleine medizinische Interventionen wie Hautbiopsien, Pleura- und Aszitespunktionen
Spital zuhause kommt in Frage, wenn …
- eine akute hospitalisationspflichtige Erkrankung vorliegt.
- Sie und Ihre Angehörigen mit der spitalverlagerten Behandlung
zuhause einverstanden sind. - die medizinische Versorgung zuhause sicher und umfassend gewährleistet
werden kann. - Sie im Versorgungsgebiet von Spital zuhause des KSBL leben.
Für folgende akute internistische Erkrankungen
Lungenentzündung (Pneumonie)
- Dekompensierte Herzinsuffizienz
- Infektbedingte Verschlechterung einer COPD
- Weichteilinfektionen
- Harnwegsinfekte mit Fieber (Pyelonephritis)
- Schmerzexazerbation
- SARS-CoV-2, RSV oder Influenza-Infektionen
- Magen-Darm-Infekte (z.B. akute Diarrhoe, Gastroenteritis)
- Hypertensive Krise mit stark erhöhtem Blutdruck
- Akute Schübe bei Multipler Sklerose (MS)
Flüssigkeitsmangel (Exsikkose)
Ob Ihre Erkrankung für Spital zuhause geeignet ist, klären unsere Ärztinnen und Ärzte individuell mit Ihnen.
Die durchschnittliche Behandlungsdauer beträgt 5–7 Tage, kann aber je nach Krankheitsverlauf variieren, ganz wie im Spital.
Das Team ist rund um die Uhr für sie zuständig und telefonisch erreichbar. Falls sich Ihr Zustand verschlechtert und eine Spitalverlegung notwendig sein sollte, organisieren wir diese direkt. In einen Notfall kontaktieren Sie bitte umgehend die Sanität (144).
Die Kosten werden im Rahmen der Grundversicherung von der Krankenkasse übernommen. Genau wie bei einem klassischen Spitalaufenthalt.
Die Kosten für die Behandlung werden über die Grundversicherung gedeckt. Für Sie entstehen keine zusätzlichen Kosten gegenüber einem konventionellen Spitalaufenthalt.