24. September 2020

Neuer High-End-Computertomograph (CT)

Bilder mit deutlich höherer Auflösung, geringere Strahlenbelastung und weniger Kontrastmittel - viele Vorteile für Patienten und Diagnostiker.

Der neue High-End-Computertomograph von Siemens erzielt dank der höheren Geschwindigkeit Bilder mit einer deutlich besseren Auflösung. Hinzu kommt, dass das Gerät im Vergleich zu seinem Vorgängermodell eine viel geringere Strahlenbelastungr die Patienten verursacht und deutlich weniger Kontrastmittel benötigt.

Seit August 2020 ist am Kantonsspital Baselland in Liestal ein Computertomograph der neusten Generation in Betrieb. Das Somatom Force CT von Siemens ist das Gerät mit der zurzeit höchsten zeitlichen und räumlichen Auflösung in Kombination mit einer reduzierten Strahlen- und Kontrastmitteldosis. Dafür ist Präzision gefragt. Damit das Gerät eine perfekte Bildqualität liefern kann, müssen CT-Röntgenröhre und Detektoren auch bei hohen Rotationsgeschwindigkeiten (4 Umdrehungen pro Sekunde) mikrometergenau in Position gehalten werden.

Bei der Untersuchung liegt der Patient auf einem beweglichen Tisch. Dieser schiebt sich sehr schnell durch eine weite und angenehm beleuchtete Öffnung, die Gantry. In ihr rotieren zwei rechtwinklig angeordnete CT- Röntgenröhren und synchron gegenüber zwei hochauflösende Detektoren.

«Die aktuell höchste Scan-Geschwindigkeit in Verbindung mit einer sehr hohen räumlichen Auflösung erlaubt es uns, auch sich stets in Bewegung befindliche Organe wie das Herz, mit beeindruckender Präzision darzustellen.»

Dr. med. Thomas Lutz
Facharzt Radiologie FMH / Nuklearmedizin FMH
Stv. Chefarzt

Tel. +41 61 925 21 00
Fax +41 61 925 28 15
Mail


Die Vorteile für unsere Patienten und Patientinnen

  • Extrem schneller Scanmodus
    Dieser ermöglicht bei EKG-Triggerung Herzuntersuchungen ohne Bewegungsartefakte. Auch langes Atemanhalten ist nicht mehr notwendig.
  • Minimale Strahlenbelastung
    Optimierte Koronar-CT-Untersuchungen mit bisher unerreichter minimaler Strahlenbelastung (unter 1 mSv, weniger als die jährliche natürliche Strahlenbelastung in der Schweiz)
  • Früherkennungsuntersuchungen wie zum Beispiel bei Krebs mit bis zu 50 Prozent weniger Röntgendosis
    Die überarbeitete Technologie trägt dazu bei, dass die Strahlendosis – im Vergleich zu anderen High-end-CT-Scannern – bis zu 50 Prozent geringer ausfällt. Hierzu tragen auch Spektralfilter bei, welche das Röntgenspektrum optimieren und den Luft-Weichteil-Kontrast stark verbessern.
  • Niereninsuffizienz-Patienten profitieren von deutlich reduzierter Kontrastmittelgabe
    Das hohe Kontrast-Rausch-Verhältnis ermöglicht eine Reduktion des Kontrastmittels. Ein Vorteil insbesondere für Patienten mit einer Niereninsuffizienz, deren Nieren durch das jodhaltige Kontrastmittel belastet werden können.
  • Präzise Diagnostik dank 4-D-Bildgebung bringt hohen Mehrwert in der Therapiekontrolle
    Durchblutungsverhältnisse bei endovaskulären Aorten-Prothesen können zeitlich dynamisch untersucht und somit Kollateralkreisläufe früh erkannt werden.


«In der Herzdiagnostik spielt das Gerät seine Überlegenheit aus. Das neue CT am KSBL erlaubt uns die hochauflösende, nicht-invasive Untersuchung der Herzkranzgefässe mit ultraniedriger Strahlendosis - und das alles ohne den Atem anhalten zu müssen. Damit haben wir eine einzigartige und schonende Möglichkeit in der Früherkennung der koronaren Herzkrankheit.»

PD Dr. med. Gregor Leibundgut
Facharzt Allgemeine Innere Medizin u. Kardiologie FMH
Leitender Arzt
Leiter Kardiologie

Tel. +41 61 925 23 65
Mail


Abtransport altes CT-Gerät und Lieferung des neuen Computertomographen


Kommentare

Noch Zeichen möglich

Seien Sie die erste Person, die diesen Beitrag kommentiert!