09. Juni 2022

Auszeichnung für Darmkrebszentrum Baselland KSBL Liestal

Im Rahmen der diesjährigen Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft deutscher Darmkrebszentren in Nürnberg wurde das Darmkrebszentrum Baselland KSBL Liestal in der Kategorie «Höchste Prätherapeutische Einschlussquote» ausgezeichnet.

An der Jahrestagung wurden verschiedene Darmkrebszentren ausgezeichnet, die sich besonders bei der Rekrutierung und Studienteilnahme engagiert haben; sogenannte «EDIUM-Meister».

Preisträger in der Kategorie «Höchste Prätherapeutische Einschlussquote» ist das Darmkrebszentrum Baselland KSBL Liestal, welches unter den top 3 platziert ist. Den Preis entgegen nehmen konnte Dipl.-Biol. Miriam Menzinger, Qualitätsmanagementbeauftragte des Darmkrebszentrums in Liestal.

Dipl.-Biol. Miriam Menzinger
Qualitätssicherung
Koordinatorin Darmkrebszentrum

Tel. +41 (0)61 925 26 99
Mail

EDIUM-Studie

Aktuell nehmen 112 Darmkrebszentren in Deutschland und 4 Zentren aus der Schweiz an der EDIUM-Studie teil. Die Abkürzung EDIUM steht für Ergebnisqualität bei Damkrebs: Identifikation von Unterschieden und Massnahmen zur flächendeckenden Qualitätsentwicklung.

«Als eines von 12 zertifizierten Darmkrebszentren in der Schweiz, verpflichtet wir uns auch zu regelmässiger Studientätigkeit.»

Prof. Dr. med. Robert Rosenberg
Facharzt für Chirurgie / Viszeralchirurgie (D) / EBSQ Surgical Oncology
Chefarzt
Leiter Darmkrebszentrum

Tel. +41 (0)61 925 21 50
Mail

Die medizinische Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Darmkrebs ist vielerorts je nach Spital unterschiedlich. In den zertifizierten Darmkrebszentren gibt es dagegen klare Patientenpfade und standardisierte Abläufe mit dem Ziel der optimalen, personalisierten Patientenbetreuung. Es gibt bislang aber noch relativ wenig Studiendaten darüber, wie gross der Einfluss dieser Massnahmen auf verschiedene Qualitätsaspekte in der Behandlung von Darmkrebs ist. 


Die EDIUM-Projektziele lauten u.a.

  • Vergleichbarkeit der Ergebnisqualität in zertifizierten Darmkrebszentren in Deutschland, der Schweiz  und Österreich
  • Identifikation von Zentrumsmerkmalen, die mögliche Unterschiede erklären.
  • Identifikation möglicher Ursachen und Ableitung von Massnahmen, um unterdurchschnittliche Behandlungserfolge zu verbessern. 

Es handelt sich um eine multizentrische, prospektive Beobachtungsstudie mit Erhebung der patientenseitig berichteten PROMs (patient-related outcome measures) und der klinischen Ergebnisqualität. Die Erfassung der PROMs erfolgte vor bzw. 12 Monate nach der Therapie.

Demnächst werden wir über die ersten Ergebnisse berichten.


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