Zervixdysplasie

Abklärung von auffälligen Befunden am Gebärmutterhals

In den letzten Jahren hat sich in der Abklärung von Zervixdysplasien viel verändert, da die Biologie der Entstehung des Gebärmutterhalskrebses besser bekannt ist.

Die Infektion mit Hochrisiko-HPV ist bei jungen Erwachsenen sehr häufig, meist unbemerkt und verschwindet innert 18-24 Monaten. Erst die Persistenz des HPV kann zur Entstehung einer Dysplasie führen. Kommen weitere Faktoren hinzu und das Virus integriert sich ins Wirtsgenom, dauert es mehrere Jahre bis zur Entstehung einer hochgradigen Dysplasie und in einigen Fällen eines Karzinoms. Auch eine höhergradige Dysplasie hat gute Chancen abzuheilen. Daraus lassen sich folgende sinnvolle Abklärungsschritte ableiten:

Eine  HPV Bestimmung bei unter 30 jährigen Frauen hat in der Regel keine Konsequenz. Halbjährliche zytologische Kontrollen bei leichten bis mittelschweren Dysplasien sind ausreichend. Bei jüngeren Frauen können Dysplasien weniger als ein CIN3, durch einen Spezialisten regelmässig bis zu 2 Jahre kolposkopisch beobachtet und eine Konisation mit möglichen vorzeitigen Wehen in einer Folgeschwangerschaft vermieden werden.

Während der Schwangerschaft ist eine Konisation nur bei Verdacht auf ein Karzinom indiziert. Die Impfung ist die wirkungsvollste primäre Prophylaxe.

 

  

Dr. med. Brigitte Frey Tirri
Fachärztin Gynäkologie u. Geburtshilfe FMH
Chefärztin
Leiterin Dysplasie-Zentrum

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