Schwindelabklärung im Kantonsspital Baselland

Schwindel gilt als eine der am häufigsten auftretenden Beschwerden und als Volkskrankheit. Für Betroffene ist der Schwindel sehr unangenehm, da die Orientierung im Raum und die Kontrolle über den Körper verloren gehen. Vor allem im höheren Alter ist Schwindel eine der häufigsten Sturzursachen.

Schwindel gilt nicht als eigenständige Hals-Nasen-Ohren-Krankheit, sondern tritt zumeist nur als Symptom auf. Das Schwindelgefühl kann nur wenige Sekunden anhalten, sich allerdings auch über mehrere Stunden erstrecken. Nicht selten kommen zum Schwindel auch Übelkeit, Seh- und Hörstörungen oder Gleichgewichtsverlust hinzu.

Vielfältige Ursachen für Schwindel

Die Ursachen für Schwindel sind vielfältig und bedürfen daher einer genauen Schwindelabklärung. Oft sind jedoch Blutdruckprobleme und eine dadurch gestörte Durchblutung ursächlich für das Schwindelgefühl. Auch neurologische Ursachen, Herzrhythmusstörungen oder eine Vergiftung können die Ursache sein. Alkohol und Medikamenteneinnahme können Schwindelgefühle ebenso wie Stress oder psychische Belastungen auslösen.

Kurzzeitig auftretender Drehschwindel bei abrupten Bewegungen wird häufig durch Partikel verursacht, die frei im Bogengang des Gleichgewichtsorgans schwimmen. Auch der sogenannte Lagerungsschwindel ist oft dadurch bedingt und tritt auf, wenn Betroffene sich ins Bett legen, sich umdrehen, aufstehen oder die Lage des Kopfes anderweitig verändern. Dieser Schwindel verschwindet meist von allein wieder, kann ansonsten aber auch ärztlich sehr gut behandelt werden.

Gleichgewichtsstörung und anhaltender Drehschwindel

Anhaltender, starker Drehschwindel, der zusammen mit Gleichgewichtsstörungen, Übelkeit und Erbrechen auftritt, bedarf unbedingt einer HNO-ärztlichen Schwindelabklärung. Oft ist hier eine Beeinträchtigung des Gleichgewichtsorgans oder eine chronische Mittelohrentzündung ursächlich für den Schwindel. Tritt der Drehschwindel zusammen mit einer einseitigen Hörstörung oder einem Ohrengeräusch in Attacken auf, kann es sich auch um die sogenannte Menière-Krankheit handeln.

Eine Überprüfung der unwillkürlichen, ruckartigen Augenbewegungen (Nystagmus), Hör- und Gleichgewichtstest sowie eine sorgfältige Anamnese helfen bei der Diagnostik und Schwindelabklärung. Für die Therapie von Schwindel stehen verschiedene Massnahmen zur Verfügung, deren Einsatz sich immer nach der individuellen Diagnose richtet. Mit einer medikamentösen Therapie sind oft gute Erfolge zu erzielen. Auch Gleichgewichtstraining und andere Bewegungsübungen können zu einer Linderung der Beschwerden führen. Nur in seltenen Fällen ist eine Operation notwendig, etwa wenn Gefässprobleme die Ursache für den Schwindel sind. Unterstützend sollte während der Schwindeltherapie auf Alkohol und Nikotin verzichtet sowie Stress reduziert werden.

Die Ärzte der Hals-Nasen-Ohren-Klinik des Kantonsspitals Baselland sind auf Schwindelabklärung spezialisiert und Ihr Ansprechpartner für die Diagnose und Behandlung Ihrer Schwindelbeschwerden.