Neuropsychologische Untersuchung & Memory Clinic

Störungen der Hirnleistung können krankheitsbedingt sein oder auch die Folge eines Unfalls. Sie können plötzlich auftreten oder auch schleichend. Oft besteht ein grosser Leidensdruck bei den Patienten und ihren Angehörigen. Dann kann eine ambulante Abklärung bei uns helfen.

Memory Clinic

Bemerken Sie bei sich oder einem Angehörigen Gedächtnisprobleme im Sinne einer zunehmenden Vergesslichkeit im Alter? Haben Sie Angst vor einer Demenz, zum Beispiel Alzheimer?

Dann sind Sie im Kantonsspital Baselland, Standort Bruderholz genau richtig. Zeitnah erfolgt die Untersuchung auf Zuweisung durch den Hausarzt. Diese umfassende Abklärung beinhaltet meistens zwei Termine: beim ersten Termin findet eine ärztliche Untersuchung statt, beim zweiten ein neuropsychologischer Test. Für gewöhnlich wird auch eine Blutuntersuchung gemacht und ein Bild des Gehirns erstellt (Computertomographie oder Magnetresonanztomographie). Die Resultate besprechen wir erst im Team (Geriater, Neuroradiologe, Neurologe, Neuropsychologe) und anschliessend mit Ihnen. Je nach Resultat der Abklärung ist eine Therapie sinnvoll. Es gibt verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Manchmal helfen Medikamente. Oft kann eine Verbesserung der Beschwerden und Schwierigkeiten im Alltag auch durch gezieltes Gedächtnistraining, Bewegungstherapie, unterstützende Beratung oder Biographiearbeit und kognitive Verhaltenstherapie für Patienten sowie ihre Angehörigen erreicht werden.

Neuropsychologisches Ambulatorium

Bestehen Probleme mit bestimmten Hirnfunktionen erfolgt die Untersuchung auf Zuweisung des Haus- oder Facharztes. Im Notfall sind wir über unsere spitaleigene Notfallstation 7 x 24 h für Sie da. Eine differenzierte neuropsychologische Untersuchung dauert meist mehrere Stunden (1-2 Termine). Dazu gehören eine ausführliche
Befragung, die Erfassung und Beurteilung kognitiver Funktionen (Aufmerksamkeit, Gedächtnis, usw.) und Emotionen. Wir geben Antworten auf: Ursache von Beschwerden, deren Verlauf,mögliche Therapien, schulische und berufliche Massnahmen, Auswirkungen
von Defiziten im Alltag (Beruf und Freizeit) oder auf Fragen zur Fahrtauglichkeit.

Was ist eine Demenz?

Demenzerkrankungen definieren sich durch den Abbau und Verlust kognitiver Funktionen und führen zu Einschränkungen der Aktivitäten im täglichen Leben. Die Leistungsfähigkeit des Gehirns hat gegenüber früher deutlich abgenommen. Die Symptome einer Demenz können unterschiedlich sein, oft sind aber mehrere Funktionen des Gehirns betroffen. Hauptsächlich ist dies das Gedächtnis (Vergesslichkeit), es können aber auch die Sprache, die Orientierung, das Arbeitstempo, visuell-räumliche Funktionen oder auch das Planen und Organisieren des Alltages beeinträchtigt sein. Im Weiteren können Demenzerkrankungen auch die Stimmung und/oder das Verhalten beeinflussen. So kann eine betroffene Person traurig, ängstlich aber auch reizbar und teilweise sogar aggressiv werden.

Es gibt verschiedene Demenzformen. Die häufigste und auch bekannteste Demenz ist die Alzheimer-Demenz, welche mehr als 50% der Demenzerkrankungen ausmacht. Bei etwa 20% der Betroffenen handelt es sich um eine vaskuläre Demenz, bei welcher Veränderungen der Hirngefässe zu Durchblutungsstörungen im Gehirn führen. Zudem gibt es zahlreiche weitere Formen. Demenzerkrankungen vor dem 65. Lebensjahr sind äusserst selten, die Häufigkeit steigt mit dem Alter exponentiell an.  

Daneben gibt es auch Demenzsymptome, die behandelbar sind, wie beispielsweise eine Depression im Alter, hormonelle Störungen, Infektionen und einige mehr. Diese kausal behandelbaren Ursachen machen ungefähr 9% der Demenzsyndrome aus und sind nicht Folge einer definitiven Schädigung des Gehirns. Auch aus diesem Grund ist es sehr wichtig, so früh wie möglich eine Abklärung, beispielsweise in einer Memory Clinic, zu machen. Bis heute konnte leider keine Therapie gefunden werden, welche eine Demenz verhindern, stoppen oder heilen könnte. Eine frühe Demenzdiagnose ermöglicht es jedoch dem Betroffenen, die Zukunft selber mitplanen und frühzeitig Entscheidungen zu treffen. Insbesondre geht es auch darum, den betroffenen Personen eine längere Selbständigkeit im Alltag zu ermöglichen und damit die Lebensqualität zu verbessern. Auch für die Angehörigen ist es wichtig zu wissen, was los ist, um beispielsweise mit schwierigen Situationen anders umgehen zu können.

So erreichen Sie uns

Telefon:+41 61 436 21 84
Fax: +41 61 436 36 80
E-Mail: reha@ksbl.ch

Memory Clinic und Neuropsychologisches Ambulatorium