Unser Leistungsspektrum bei Verletzungen

Sportorthopädie Athroskopie

Die Arthroskopie ist ein minimal invasives operatives Verfahren, auch „Schlüssellochtechnik“ oder Gelenksspiegelung genannt. Über minimale Zugänge können anatomische Strukturen in Gelenken beurteilt und behandelt werden. Das Gelenk muss nicht mehr komplett eröffnet werden und die Rehabilitationszeit ist deutlich geringer. Die Arthroskopie wird hauptsächlich an Knie- und Schultergelenk angewendet. Aber auch Hüft-, Sprung- und Handgelenk, sowie Ellenbogen sind arthroskopisch zugänglich.

 

Mehr Informationen erhalten Sie unter: 

http://www.aga-online.ch/information/was-ist-arthroskopie/ 

https://www.arthroskopie-verstehen.de/

Das Kreuzband ist eine der wichtigsten Strukturen im Kniegelenk und für die Stabilität des Kniegelenks sehr wichtig. Durch Distorsionen (Verdrehungen) des Kniegelenkes kann das vordere Kreuzband reissen. Ein Riss des hinteren Kreuzbandes kommt sehr selten vor.

Kommt es zu einer Verletzung der Kreuzbänder, muss die Verletzung sorgfältig analysiert und eine individuelle Therapie mit dem Patienten besprochen werden.

Der Anspruch des Patienten, die Begleitverletzungen und die Stabilität des Gelenkes sind wichtige Faktoren, die bei der Entscheidung ob konservativ (also ohne Operation) oder operativ behandelt werden soll.

Durch das zunehmend junge Alter, sowie die intensive Ausführung von Sport häufen sich erneute Verletzungen am bereits operierten Kniegelenk mehr und mehr. Hier müssen die individuellen Risikofaktoren erkannt und möglichen Therapieoptionen besprochen werden. Eine professionelle Begleitung zur Rückkehr zum Sport ist essentiell.

Verletzungen am Meniskus sind sehr häufig. Der Meniskus ist eine weiche, halbmondförmige Struktur aus Faserknorpel im Kniegelenk, welche als Stossdämpfer fungiert. Es gibt in jedem Kniegelenk einen Aussen- und einen Innenmeniskus.

Verletzungen von Meniskusgewebe können sehr unterschiedlich sein. Genauso individuell ist auch die Behandlung der Verletzung. Häufig kann ohne Operation behandelt werden. Ist eine Operation nötig, kann ein Teil des Meniskus entfernt werden (Teilmeniskektomie), der Meniskus genäht oder refixiert werden oder sogar ein ganzer Meniskus transplantiert werden. Wir bieten alle Askepte der modernen Meniskuschirurgie an.

Verletzungen des Gelenkknorpels kommen häufig vor. Hier stehen verschiedene konservative und operative Behandlungsverfahren zur Verfügung. Je nach Ausmass und Lokalisation des Knorpelschadens wird das passende Therapieverfahren ausgewählt. Auch die konservative Therapie mit Spritzen (Infiltrationen) wird angeboten (Eigenblut / PRP Platlet rich Plasma und Hyaluronsäure).

Sämtliche Instabilitätsprobleme der Kniescheibe werden durch uns behandelt. Häufig treten hier schon erste Beschwerden im Kindes- und Jugendalter auf. Hier arbeiten wir eng mit Fachspezialisten der Kinderorthopädie zusammen.

Bei Überlastungsschäden kann oft ohne Operation erfolgreich behandelt werden. Unsere Abteilung der Physiotherapie bietet das gesamte Spektrum der konservativen Behandlung an.

Als Spital der Maximalversorgung bieten wir einen 24h-Notfallbetrieb mit orthopädischem Konsil-Dienst. Polytraumatisierte Patienten können jederzeit behandelt werden.

Eine moderne unfallchirurgische Behandlung des gesamten Bewegungsapparates wird angeboten. Ferner stehen Spezialsprechstunden für alle Gelenkregionen zur Verfügung.

Am Wurfarm kann es zu einer Überlastung mit Verdickung der hinteren Kapsel, eingeschränkter Innendrehfähigkeit der Schulter, Einklemmen der Supraspinatussehne am Schulterdach (Akromion) und Verletzungen am Bicepssehnen Anker (SLAP Läsion) kommen. Je nach Stadium ist eine gezielte Sportphysiotherapie, Anpassung des Trainings, Infiltrationstherapie oder auch eine arthroskopische Operation z.B. zur Sehnennaht notwendig.  

Eine Schulterinstabilität kann nach Trauma (Auskugeln der Schulter) oder auch durch Überlastung  bzw. anlagebedingt mit vollständigem oder teilweise Auskugeln der Schulter (Subluxation) auftreten. Dementsprechend braucht es eine saubere Diagnostik zum Einordnen der Beschwerden. Je nach Ursache können sportphysiotherapeutische Kräftigungsübungen oder eine auch eine arthroskopische Operation notwendig sein.

Sehnenrisse treten häufig auf dem Boden einer Überlastung auf. Kleine bzw. unvollständige Risse können mit Physiotherapie und ggf. Infiltrationen behandelt werden. Bei grösseren Sehnenrissen empfiehlt sich die minimalinvasive (arthroskopische) Sehnennaht, Sehnenrefixation oder Sehnenverlagerung (lange Bicepssehne). 

Durch ein isoliertes oder repetitives Trauma kann es zu Knorpelschäden (osteochondrale Läsion) an der Schulter kommen. Je nach Ausmass bedarf es einer operativen Versorgung mit Entfernung von kleinen Knorpelfragmenten oder Refixation von grösseren Fragmenten. Ggf. kann der darunterliegende Knochen angebohrt werden, um Stammzellen aus dem Knochenmark für die Heilung zu gewinnen. In der Regel erfolgt diese Operation minimalinvasiv (arthroskopisch). 

Bei Überlastung vor allem bei Überkopfbewegungen kann es zu Einklemmungserscheinungen unter dem Schulterdach, dem sog. Impingement kommen. Die Behandlung zielt auf die aktive sportphysiotherapeutische Zentrierung der Schulter ab, um das Einklemmen zu reduzieren. Unterstützend können eine Infiltrationen mit entzündungshemmenden Schmerzmitteln oder Eingenblut zum Einsatz kommen. Nur selten ist eine operative Therapie notwendig.

Beim direkten Sturz auf die Schulter, z.B. bei Rennvelo- oder Mountainbikestürzen kann es zur Sprengung des Schultereckgelenkes kommen. Dabei können verschiedenen Bänder reissen, sodass es zu einem scheinbaren Höhertreten des Schlüsselbeins mit sog. Klaviertastenphänomen kommen kann. Je nach Ausmass der Verletzung und sportlichem Anspruch (Überkopfsport, Wurfarm) wird die Verletzung konservativ (ohne Operation) oder operativ behandelt. Bei der Operation verwenden wir ein modernes minimalinvasives Verfahren zur Bandstabilisation. Bei frischen Verletzungen braucht es keine Sehnenverstärkung. Bei älteren Verletzung sollten die Bänder mit einer körpereigenen oder Spendersehne verstärkt werden. Begleitverletzungen innerhalb der Schulter werden mitversorgt. 

Der Tennis-Ellenbogen wird auch als Epicondylopathia humeri radialis bezeichnet und tritt nicht nur bei Tennisspielern auf. Auch haben nicht alle Tennisspieler einen Tennisellenbogen. In der Regel liegt eine schmerzhafte Reizung der Sehnen am äusseren Ellenbogen vor. Durch Anpassung der Belastung, Physiotherapie und Infiltrationen (Eigenblut oder Hyaloronsäure, nicht Cortison!) lassen sich eine grosse Anzahl erfolgreich behandeln, wenn auch der Verlauf mehrere Wochen bis Monate in Anspruch nehmen kann. Wichtig ist evtl. Begleiterkrankungen mit zu erfassen und zu behandeln. Selten ist die arthroskopische Operation notwendig, wenn die konservative Therapie über 6-9 Monate nicht zum Erfolg geführt hat oder eine Begleiterkrankung, z.B. Bandinstabilität vorliegt.  

Der Golfer-Ellenbogen ist das Pendent zum Tennis-Ellenbogen jedoch auf der Innenseite des Ellenbogens. Auch hier handelt es sich nicht ausschliesslich um aktive Golfer. Insgesamt tritt der Golfer-Ellenbogen seltener auf als der Tennis-Ellenbogen. Die Therapie ist aber vergleichbar. 

Durch Überlastungen, z.B. beim Werfen kann es zu Verletzungen der inneren (UCL) oder äusseren Bänder (RCL, LUCL) am Ellenbogen kommen. Sollten diese Bandverletzungen durch ein Auftrainieren der Muskulatur nicht kompensiert werden können, bedarf es der operativen Bandstabilisation und ggf. Verstärkung mit einer körpereigenen oder Spendersehne. 

Beim Sturz auf den Ellenbogen (z.B. beim Ringen oder Gewichtheben) kann es zum vollständigen oder teilweise Ausrenken des Gelenkes kommen. Dabei können die Bänder reissen und auch knöcherne Gelenkfortsätze abbrechen. Je nach Verletzungsmuster ist die Behandlung konservativ oder operativ. Bei der Behandlung muss die Bandheilung ermöglicht werden ohne den Ellenbogen zu lange ruhigzustellen, um eine Einsteifung zu vermeiden.  

Sehnenverletzungen kommen u.a. vermehrt bei Kraftsportlern vor und benötigen in der Regel eine operative Refixation der jeweiligen Sehne. Nach der Operation benötigt die refixierte Sehne mindestens 3 Monate zum Einheilen. 

Beim teilweise oder vollständigen Ausrenken des Gelenkes oder auch durch chronische Überlastung können kleine Knorpel-/Knochenfragemente (osteochondrale Läsion) abgeschlagen werden. Je nach Grösse der Fragmente müssen dies operativ entfernt oder wieder refixiert werden. Ggf. kann der darunterliegende Knochen angebohrt werden, um Stammzellen aus dem Knochenmark für die Heilung zu gewinnen. In der Regel können diese Operationen arthroskopisch durchgeführt werden. 

Durch chronische Überlastung kann es zu einer Einschränkung der Beweglichkeit mit Knochenanbau (Osteophyten) und freien Gelenkskörpern kommen. Je nach Ausmass der Beschwerden kann die Belastung angepasst werden bzw. die Beweglichkeit durch eine arthroskopische Operation wieder verbessert werden.