Studien und Team

Die Forschungsgruppe Medizin unter der Leitung von Prof. Dr. med. Jörg D. Leuppi und PD Dr. med. Thomas Dieterle ist ein interdisziplinäres Team, bestehend aus derzeit sechs festen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus den Bereichen der Humanmedizin, Bewegungs- und Sportwissenschaften, Pharmazie und Pflegewissenschaften. Dieses Kernteam wird ergänzt Masterstudenten und Dissertanten, welche in der Regel befristet einer Forschungstätigkeit nachgehen.

Unser Forschungsschwerpunkt ist das Management chronischer Erkrankungen, insbesondere von Lungenerkrankungen wie COPD und Asthma und kardiologische Erkrankungen wie Herzinsuffizienz und Hypertonie. Aktuelle Projekte befassen sich mit Aspekten der körperlichen Aktivität und des Trainings bei Herzpatienten, der Medikamenten-Compliance und dem Vergleich verschiedener inhalativer Bronchodilatatoren bei Asthma- und COPD-Patienten, der Prädiktoren von Exazerbationen, der Therapie von Exazerbationen und der Wirksamkeit und Sicherheit von neuen Medikamenten bei unkontrolliertem Asthma. Weiter wird anhand von Studien ebenfalls der Langzeitverlauf bei COPD und der Hypertonie beobachtet.

Aktuelle Studien

Eine randomisierte, aktiv kontrollierte, multizentrische Phase-III-Studie zur Untersuchung der Wirksamkeit und Sicherheit der intraoperativen Anwendung von BT524 (Humanfibrinogen-Konzentrat) bei Patienten, bei denen ein grösserer chirurgischer Eingriff an der Wirbelsäule durchgeführt wird.

Das Ziel dieser Studie besteht darin, die Wirksamkeit und Sicherheit eines experimentellen Medikaments mit der Bezeichnung BT524 (Humanfibrinogen-Konzentrat) als zusätzliche Behandlung von starkem Blutverlust bei Patienten zu untersuchen, die sich einer Wirbelsäulenoperation unterziehen.

1. Schweizerische Autoimmunhepatitis Kohorten-Studie
2. Schweizerische Primär Sklerosierende Cholangitis Kohorten-Studie
3. Schweizerische Primäre Biliäre Cholangitis Kohorten-Studie

Diese Erkrankungen sind seltene autoimmun-bedingte Entzündungen der Leber (1.+2.) bzw. der kleinen Gallengänge (3.), die mit der Zeit zur Leberzirrhose führen kann.

Das Hauptziel der Studien ist es, in standardisierter Form eine möglichst große Zahl von Patientinnen und Patienten in der Schweiz zu erfassen sowie den Krankheitsverlauf regelmäßig zu verfolgen. Dies dient dazu, die Erkrankungen insgesamt besser verstehen und behandeln zu können.

Eine prospektive, multizentrische, open label, randomisierte Studie.

Das Ziel dieser Studie ist der Nachweis der Wirksamkeit und Sicherheit von medikamenten-beschichteten Ballons in der Behandlung von Stenosen in kleinen Koronargefässen.

In dieser Beobachtungsstudie, werden die Änderungen der Asthmasymptome nach Beginn der Behandlung mit Benralizumab (Fasenra) für insgesamt 16 Wochen beurteilt. Damit möchte man erreichen, dass die Behandlung von schwerem eosinophilem Asthma verbessert wird.

A post-market registry of the BioMatrix AlphaTM (Cobalt Chromium Biolimus A9TM (BA9TM)) drug-elutingstent.

Ein Post-Market-Register des medikamentenfreisetzenden Stents BioMatrix AlphaTM (Kobalt Chrom Biolimus A9TM (BA9TM)).               

Eine klinisch-epidemiologische Verlaufsbeobachtung in Hausarztpraxen zur Evaluation des COPD Managements.

Das Ziel dieses Projektes ist es, eine COPD Kohorten-Datenbank aufzubauen und anonymisierte Daten über Diagnose und Verlauf der COPD zu erheben. Die Spirometrie soll dabei konsequent zur Diagnose der COPD und Beobachtung des Verlaufs der Krankheit eingesetzt werden. 

Die chronisch obstruktive Lungenkrankheit (COPD) ist die häufigste chronische Erkrankung der Atmungsorgane und die häufigste Ursache des Cor pulmonale und der respiratorischen Insuffizienz. Bisher existieren jedoch nur wenige evidenz-basierte Daten zur Compliance des ärztlichen Personals mit den aktuellen Algorithmen und Leitlinien in Bezug auf die Klassifizierung und Behandlung von COPD-Patienten.

Das Ziel dieser Studie ist es, mit Hilfe des CREATE-Systems grosse Datenmengen in unterschiedlichen Formaten anonym zugänglich zu machen und so COPD-Patienten mit akuter Exazerbation zu charakterisieren. 

Prospektives, einarmiges, multizentrisches Beobachtungsregister zur Bestätigung der Sicherheit und Wirksamkeit des Ultimaster® bei Patienten unter realen Bedingungen.

Wir führen diese Studie durch, um die Sicherheit und Wirksamkeit des medikamentenfreisetzenden Stents Ultimaster® im klinischen Alltag noch weiter zu überprüfen. Darüber hinaus hat diese Beobachtungsstudie auch das Ziel, die prädiktiven Elemente und Risikofaktoren für unerwünschte Wirkungen zu untersuchen und mögliche seltene Wirkungen zu erkennen.

Die HIT-HF Studie untersucht bei Patienten mit einer Herzinsuffizienz mit erhaltener Pumpfunktion (HFpEF) die Effekte eines 12-wöchigen hoch-intensiven Intervall-Trainings im Vergleich zu einem moderaten kontinuierlichen Training auf die körperliche Leistungsfähigkeit, den Funktionsstatus, und die Lebensqualität. Wir machen diese Studie, da es bisher keine Therapiemöglichkeiten gibt, die die Prognose dieser Erkrankung verbessern.

Evaluationsforschung zur Langzeit-Nachsorgesprechstunde von Folgeerkrankungen und Lebensqualität bei Patienten mit onkologischen Erkrankungen im Kindesalter.

Das Ziel des Projektes ist es, Erwachsene, die als Kinder oder Jugendliche eine onkologische Erkrankung hatten, bzgl. lebenslanger Nachsorge möglichst ganzheitlich zu beraten und bei komplexen Spätfolgen oder Risiken regelmässig nachzukontrollieren.

Eine Prüfer-initiierte, multizentrische, randomisierte klinische Studie.

Es werden Patienten mit erhöhtem Blutungsrisiko nach Koronarintervention und Implantation eines mit einem bioresorbierbaren Polymer beschichteten, Sirolimus-freisetzenden Ultimaster-Stents angefragt. Verglichen wird eine zeitlich verkürzte mit einer zeitlich verlängerten Behandlungsdauer der doppelten Thrombozytenaggregationshemmung (DAPT). Ziel dieser Studie ist es, die Richtlinien für die standardmässige DAPT weiter zu verbessern.

In dieser Studie möchte man Informationen über die Behandlung mitPraluent (Alirocumab) bei Patientinnen und Patienten mit Hypercholesterinämie (erhöhter Cholesterinspiegel im Blut) erhalten. Ziel ist es mehr über die allgemeine Charakteristika, die bisherigen Therapien, Wirksamkeit sowie möglicher Nebenwirkungen zu erfahren. Alirocumab ist ein künstlich hergestellter Antikörper (Eiweiss), welcher eine Reduktion des LDL-Cholesterins bewirkt. Alirocumab ist ein in der Schweiz bereits zugelassenes Medikament. Es handelt sich also nicht um die Erprobung eines neuen Arzneimittelwirkstoffs.

Die POC-HF Studie hat das Ziel, den Nutzen der seriellen NT-proBNP Messung als Therapieüberwachung bei Patienten mit akut dekompensierter Herzinsuffizienz zu untersuchen.

Die chronisch-obstruktive Lungenkrankheit (COPD) ist eine häufige Erkrankung. In der Schweiz leiden etwa 5-7% der Bevölkerung an dieser chronischen Krankheit. Die COPD steht an vierter Stelle der weltweit häufigsten Todesursachen. COPD Patienten leiden häufig an Exazerbationen, was zu verstärkter Atemnot und vermehrtem Husten mit Auswurf führt. Ein wichtiger Therapiebestandteil bei COPD-Exazerbation sind Kortisonpräparate. Diese verbessern die Symptomatik und senken die Re-Exazerbationsrate, bringen jedoch auch Nebenwirkungen mit sich, welche sich längerfristig auf die Gesundheit der betroffenen Patienten auswirken.

Eine durch Prof. Dr. med. Jörg Leuppi publizierte Studie (REDUCE-Studie) konnte zeigen, dass bei hospitalisierten Patienten mit einer COPD-Exazerbation eine 5-tägige Kortisongabe der üblichen 14-tägigen Kortisongabe nicht unterlegen ist. Aufgrund der Ergebnisse dieser Studie wurden die internationalen Therapieleitlinien angepasst. Wir verfolgen diesen Ansatz weiter und haben die Thematik auf den ambulanten Sektor ausgedehnt, in welchem die meist weniger schwer verlaufenden COPD-Exazerbationen behandelt werden. Mit der jetzigen Studie soll gezeigt werden, dass im ambulanten Sektor eine 3-tägige Kortisontherapie der etablierten 5-tägigen Kortisontherapie nicht unterlegen ist. Damit könnten den behandelten Patienten kurz- und langfristige Nebenwirkungen erspart und Kosten gesenkt werden.

In den letzten Jahren sind viele spezifische Behandlungen für schweres Asthma entwickelt worden. Allerdings herrscht in der Routineversorgung noch Unsicherheit, ob diese Medikamente bei schweren Asthma-Patienten eingesetzt werden können. Die Langzeiteffekte einer Therapie mit solch spezifischen Medikamenten sind bislang nur teilweise bekannt und es bleiben Fragen offen, insbesondere im Hinblick auf die Dauer oder eine mögliche Anpassung der Therapie im Verlauf der Asthma-Erkrankung.

Daher haben sich Lungenspezialisten aus unterschiedlichen Zentren zur „Swiss Asthma Group of the Swiss Society of Pneumology“ zusammengeschlossen, um die Diagnostik und Behandlung von Patienten mit schwerem Asthma zu verbessern. Die Ziele dieses Zusammenschlusses sind die Förderung von Wissenschaft und Forschung sowie die Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens im Bereich des schweren Asthmas. Hierzu gehört insbesondere die Optimierung der medizinischen Versorgung von Patienten mit schwerem Asthma sowie die Aufklärung und Information der gesamten Bevölkerung.   

Hierfür ist eine multizentrische Kohorten-Studie geplant, die zum Aufbau eines Schweizerischen Registers für schweres Asthma führen soll. Das Schweizerische Register für schweres Asthma wird auf dem bereits bestehenden „Deutschen Register für schweres Asthma“ basieren.

Eine 2-phasige randomisierte, Placebo-kontrollierte, multizentrische Parallel-Gruppen Studie zur Überprüfung der Langzeit-Sicherheit von QAW039 als Zusatztherapie in unkontrolliertem Asthma bei bestehender Asthma-Therapie (GINA 3-5).

Eine Beobachtungs-Kohorten-Studie.

Das Ziel dieser Studie ist es, die Gründe besser zu verstehen, die bei Patienten dazu führen, nach einer Hospitalisation erneut eintreten zu müssen. Diese Informationen dienen dazu, die Nachbetreuung und Pflege bei Spitalaustritt zu steigern und das Risiko für einen Spitalwiedereintritt kurz nach Austritt zu senken.

Diese multizentrische Studie prüft die Hypothese, ob auch nach längerer Behandlungsdauer mit Prednison®, Spiricort® oder einem verwandten Produkt auf ein langsames Ausschleichen der Dosis verzichtet werden darf, ohne dass dadurch ein schlechterer Verlauf resultiert. So könnten eine unnötige Verlängerung der Behandlung und allfällige unerwünschte Nebeneffekte vermieden werden. Die Studie wird vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützt.

Team

PD Dr. med. Thomas Dieterle, MHBA
Facharzt Allgemeine Innere Medizin u. Kardiologie FMH
Leitender Arzt
Leiter Forschung & Lehre

Tel. +41 61 925 34 45
Fax +41 61 925 28 04
E-Mail

Prof. Dr. med. Jörg D. Leuppi
Facharzt Allgemeine Innere Medizin u. Pneumologie FMH
Chefarzt

Tel. +41 61 925 21 80
Fax +41 61 925 28 04
E-Mail

Sabrina Maier
Study nurse

Tel. +41 61 925 37 66
Fax +41 61 925 28 83
E-Mail

Mehr Informationen in Deutsch (PDF)


Kristin Abig
Study Nurse

Tel. +41 61 925 37 54
Fax +41 61 925 28 83
E-Mail

Mehr Informationen in Deutsch (PDF)


Helga Schneider
Studienkoordination

Tel. +41 61 436 31 44
Fax +41 61 925 28 83
E-Mail

Mehr Informationen in Deutsch (PDF)


Maria Bösing
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Doktorandin Medizin

Fax +41 61 925 28 83
E-Mail

Mehr Informationen in Deutsch (PDF)


Janina Schütz
Study Nurse

Tel. +41 61 925 37 58
Fax +41 61 925 28 83
E-Mail

Mehr Informationen in Deutsch (PDF)


Weitere Informationen zu aktuellen Studien des Kantonsspital Baselland finden Sie auf der Plattform Clinical Trials