21. Juli 2020

Gesundheitliche Vorausplanung mit dem Verein «Advance Care Planning – ACP Swiss»

Tatjana Weidmann-Hügle, Leiterin Klinische Ethik am Kantonsspital Baselland ist die Präsidentin des Anfang Juli neu gegründeten Vereins «Advance Care Planning – ACP Swiss».

Schnell kann es gehen und ein bisher gesunder Mensch findet sich in einer gesundheitlichen Krisensituation wieder. Im Falle einer Urteilsunfähigkeit ist es wichtig, dass die behandelnden Ärztinnen und Ärzte sowie das Pflegepersonal auf klar formulierte Behandlungswünsche zurückgreifen können. Dabei unterstützend wirkt Advance Care Planning ACP (gesundheitliche Vorausplanung). Das international im Gesundheitswesen angewendete Konzept ACP will sicherstellen, dass auch nicht urteilsunfähige Patienten (mittels einer Patientenverfügung) nach ihren Wertvorstellungen behandelt werden können.

Anfang Juli wurde der Verein «Advance Care Planning – ACP Swiss» gegründet. Präsidentin des sechsköpfigen Vorstandsgremiums ist Tatjana Weidmann-Hügle, Leiterin Klinische Ethik am Kantonsspital Baselland. Gründungs-organisationen sind unter anderem die Krebsliga als Verband, das Universitätsspital Zürich (USZ), die Schweizerische Patientenorganisation (SPO) und palliative zh+sh (Regionalsektion von palliative ch für die Kantone Zürich und Schaffhausen).

ACP Swiss ist eine gemeinnützig tätige Organisation und setzt sich für eine breite Verankerung des wissenschaftlich fundierten ACP-Konzeptes in der Schweiz ein. Im Fokus stehen beispielsweise Angebote für Patientenverfügungen zu schaffen, die den rechtlichen Bestimmungen entsprechen und den Patientenwillen widerspruchsfrei darstellen sowie das Konzept und seine Instrumente weiterzuentwickeln.

 

Tatjana Weidmann-Hügle, M.Sc., M.A.
Klinische Ethikerin

Tel. +41 61 925 38 86
Mail


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